Windows und iTunes

Mittwoch, 29. April 2009

Liebe Firma Micrsoft, liebe Firma Apple,

nachdem ich den vollkommen Umstieg auf Linux zu 99,9999% geschafft habe, hält mich nur noch zu einem klitzekleinen Teil die Software iTunes von einem 100% Wechsel ab. Nachdem es ihr bei Apple ja geschafft habt, im iPod Touch mal wieder die Hash-Verschlüsselung der internen Datenbank so gut zu verpacken und zu verändern, ist iTunes momentan das einzige Programm mit dem man an den Inhalt des Touch kommt. Leider habe ich dieses tolle Stück gewonnen, ansonsten hätte ich mir genau aus diesem Grund einen anderen Player gekauft.

Die Kombination Vista und iTunes funktioniert, wenn auch sehr langsam und träge, einigermaßen toll. Ich wundere mich zwar regelmäßig, wozu ich für ein paar Lieder (10GB)  200% CPU-Leistung und 2 GB RAM benötige, aber gut,  so lange es funktioniert.

Was ich aber gar nicht brauchen kann ist folgendes:

@ Microsoft: Ich bestimme, wann der PC gebootet wird. Nicht ihr Penner, die ihr annehmt, dass einer euerer regelmäßigen Hotfixes mal wieder einen Reboot benötigt. Nichts ist ätzender als wenn ein riesen Download läuft und in einem unbeaufsichtigten Moment euer Updater einen Reboot einleitet.

@ Apple: Ich begrüße es wirklich, dass ihr wieder versucht iTunes zu verbessern. Das ihr mir aber bei jedem Update versucht diese Mobile-Me Kacke und eueren veranzten Browser unterzuschieben, ist zuviel. Ihr seit nicht wirklich viel besser als diese ganzen Spyware-Fuzzies. Ich bestimme, was auf den PC kommt und nicht so ein dahergelaufenes Update-Programm.

So, dann werde ich mal vollends den Koffer packen und mich die nächsten Tage, beim ersten Mountainbike-Rennen in dieser Saison, am Gardasee entspannen.

HACTronic unter Ubuntu

Montag, 27. April 2009

Nachdem ich mir jetzt endlich nach 5 Jahren ein HACTronic PC-Interface bestellt habe, musste ich feststellen, dass die Software Stand vor 5 Jahren ist :-( und dementsprechend nicht gescheit mit dem Super-Hyper-Hübschen Windows Vista zusammen arbeiten will. Nach etwas Gewalt und Gefrickel ging es zwar, war aber nicht befriedigend und irgendwie ziemlich uncool …

Nachdem ich mich dann in der vagen Hoffnung auf Lösungen unter Linux durch Google gezappt hab, bin ich auf die Idee aufmerksam geworden, das ganze mal mit Wine zu versuchen.

Also geschwind Wine installiert, die Installations-CD eingeschmissen, EXE-Datei gestartet und siehe da … Es geht … Isch werd verrückt … Dat geht.

Damit das ganze auch funktioniert, muss zuerst mal Wine installiert werden. Das kann unter Ubuntu mit einem einfachen

sudo apt-get install wine

erledigt werden.
Anschließend muss noch unter ~/.wine/dosdevices/ noch ein Link von z.B. /dev/ttyUSB0 auf com1 angelegt werden:

ln -s /dev/ttyUSB0 com1

jens@acer:~$ ll ~/.wine/dosdevices/com1
lrwxrwxrwx 1 jens jens 12 2009-04-27 21:55 /home/jens/.wine/dosdevices/com1 -> /dev/ttyUSB0

Ist das alles erledigt. Kann mit einem

wine ~/.wine/drive_c/Programme/CICLO/HACtronic/HACtronic.exe

die Hactronic-Software gestartet werden. Im Menü noch Com1 auswählen und am HAC4 die Übertragung starten.

Besser und schneller gehts nicht.

HACTronic

… und das tollste an der Sache ist – Ciclo Tour funktioniert ebenfalls :-)

CicloTour

Zahlenspiele

Sonntag, 26. April 2009

Liebe Frau von der Leyen,

nachdem Sie ja in den letzten Tagen und Wochen mit ihrer völligen Inkompentenz bezüglich des Internets geglänzt haben und mit ihren Vorstößen zur DNS-Sperre, quasi Herrn Schäuble direkt in die Arme gespielt haben, mussten Sie am Freitag im Interview bei Radio Eins auch noch demonstrieren, dass Sie mit Zahlen nicht wirklich viel am Hut haben. Gut, wie toll Sie Zahlen interpretieren können, das haben Sie bereits letzten Herbst bei ihrem Familienbericht gezeigt … Das ist aber ein anderes Thema.

Was Sie sich in ihrem Interview erlaubt haben, stellt nahezu 8 Millionen deutsche Internetnutzer unter Generalverdacht. Wenn wir der Studie von ARD und ZDF Glauben schenken, waren 2008 ca. 40 Millionen Deutsche im Schnitt 58 Minuten pro Tag Online. Folgende Aussage haben Sie in ihrem Interview getroffen.

“Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft”

Das würde bedeuten, Sie trauen 20% der deutschen Internetnutzer zu, das sind ca. 8 Millionen Deutsche, dass diese sich mit Kinderpornographie beschäftigen. Nur mal zum Vergleich. Die Stadt in der Sie regieren hat 3,4 Millionen Einwohner. Diese Zahl multiplizieren Sie bitte mal mit Zwei und addieren anschließend noch die doppelte Einwohnerzahl von Hannover dazu.

Das sind dann all die Menschen, die Sie mit dieser Aussage als zum Teil schwer Pädokriminelle bezichtigen. Puh … Das ist eine sehr mutige und gewagte Aussage.

Es geht weiter …

Sonntag, 26. April 2009

… wie gehabt und auch wie vermutet.

Kaum sind die ersten Provider zum mitmachen “animiert” worden, wird auch schon klar, was lange vorher schon erahnt, dass die unter dem Deckmantel des Kinderpornoschutzes installierten Webfilter dazu genutzt werden um

  • Die Strafverfolgung auf Konsumentenseite auszutesten

Die Bundesregierung erhofft sich von dem geplanten Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet offenbar wesentlich weitergehende Überwachungsmöglichkeiten als bislang bekannt. Gegenüber heise online erklärte jetzt Ulrich Staudigl, Sprecher im Bundesjustizministerium, dass man in der Regierung durchaus eine Überwachung der von den Providern gehosteten Stoppseiten-Server durch Strafverfolgungsbehörden in Betracht zieht.

  • Weitere “Features” zu installieren

Auf dem Kölner Forum Medienrecht haben Vertreter des Buchhandels und der hessischen Landesregierung Access-Blockaden gegen Urheberrechtsverletzungen und ausländische Glücksspiel-Anbieter gefordert.

Würde es wirklich darum gehen, Kinderpornographie einzudämmen, wäre es durchaus sinnvoll und erstrebenswert, nicht zuerst die Konsumenten zu erwischen, sondern die Herstellung zu unterbinden.
Dazu findet sich hier ein sehr interessanter Beitrag [Link]

Auf jeden Fall wird das Thema noch sehr heikel werden,wie der Sprecher des Bundesjustizministeriums erklärt.

Falls das Gesetz wie geplant in Kraft tritt, sollte sich allerdings jeder Internetnutzer genau überlegen, ob er noch unbekannte Webadressen ansurft. Geriete man etwa versehentlich oder durch böswillige Hinweise provoziert zu einem Stoppschild, würde dann de facto eine Hausdurchsuchung oder Schlimmeres drohen. Auch dies bestätigte Staudigl

Danke

Mittwoch, 22. April 2009

Zumindest gibt es noch genügend Leute die sich Gedanken über freien Informationszugang machen und diese auch öffentlich vertreten -> [Link]

Zitat:


Letztlich, fürchtet Weichert, könnte sich beim Inkrafttreten der Verpflichtung jeder Kunde eines größeren Providers der Gefahr einer Strafverfolgung aussetzen. Schließlich könne der Nutzer beim Aufruf einer ihm unbekannten Webadresse nicht wissen, ob diese auf der vom Bundeskriminalamt (BKA) erstellten Sperrliste verzeichnet sei oder auf ein entsprechendes Angebot automatisch weiterleite.

Weichert sieht in dem neuen Gesetzentwurf einen “Frontalangriff auf die freie Kommunikation im Internet”, zumal das Blockieren von Netzangeboten an sich bereits ein grundrechtliches Problem darstelle.

Oracle kauft Sun

Dienstag, 21. April 2009

… damit ist Oracle endlich in der Lage einen gescheiten Java-Installer mitzuliefern.

“Zensursula”

Montag, 20. April 2009

So, jetzt ist es geschafft. Unsere allseits beliebte Familienministerin hat geschafft, was Herr Schäuble jahrelang unter dem Deckmantel der Terrorgefahr installieren wollte. Klappt es nicht mit der Angst vor Terror, müssen andere Mittel her, bei denen sich die Gegner gleich als potentielle KiPo-Unterstützer beschimpfen lassen müssen. Diskussionen auf einem normalen Niveau sind bei dieser Thematik nicht mehr möglich.

Filtertechnik hin- oder her. Das, was Frau von der Leyen mit den Provider wie z.B. der Telekom oder Vodafon vereinbart hat, entwickelt sich genau zu der Lachplatte (DNS-Sperre), welche die Gegner der Sperrlisten immer als Argumente für unzureichenden Schutz gebracht haben.

Wer so etwas über eine DNS-Sperre erreichen möchte, handelt wie jemand, der ein “Betreten Verboten” Schild an seine Haustür hängt, diese aber nicht abschließt und hofft, dass niemand etwas klaut.

Interessant ist auch, welche Begehrlichkeiten dadurch schon wieder geweckt werden. Wie zu befürchten, biegt auch schon eine EU-Kommission ums Eck die gerne Sperrlisten für Urheberrechtsverletzungen hätte. Bin mal gespannt, wie das weiter geht.

Vielleicht ist das Thema aber auch bald wieder vom Tisch. Im Herbst sind immerhin Bundestagswahlen. Dann heißt es wieder: Wer seinen Job nicht gescheit macht, bekommt keine Stimmen.

Endlich …

Montag, 20. April 2009

… sind MP3 Downloads unter Linux völlig legal möglich.
Vielen Dank Amazon, dass ihr nicht nur die DRM-Müll-freien MP3s bereit stellt, sondern auch noch für mehrere Linux-Versionen einen passenden Downloader. Endlich kann ich auch auf meinem Ubuntu völlig legal Online Musik besorgen … dass die meisten Alben mit 4,98 Euro fast halb so teuer sind wie bei meinem bisherigen Shop iTunes sollte nur am Rande erwähnt werden :-)

bildschirmfoto-amazon-mp3-downloader

Bleibt zu hoffen, dass die übrigen Medienanbieter (Film, Bücher, …) nicht wieder das gleiche Chaos wiederholen und den Kunden mit irgendwelchen abstrusen Ideen an ein völlig überholtes und kaputtes Betriebssystem festnageln.

Dokumentation ist wichtig

Montag, 13. April 2009

Ich beschäftige mich gerade ein bisschen mit dem Soucecodes des Neutrino Movieplayers um das elendige Dilemma mit den durch Streaming-Abbrüchen verhunzten Dateien zu beschönigen. Schön wäre es, wenn der Film mit den Endungen “Film.001.ts”, Film.002.ts”und Film.003.ts” als ein Eintrag in der Moviebrowserliste auftauchen würde und nicht als 3 Einträge.

Interessant und sehr unterhaltsam sind die Kommentare des Sourcecodes:

else if((*filename)[bytes-3] == ‘_’) // fix for udrec support: FileName_01.ts , but why the hell do they use another format ????

// do a VERY shitty approximation here…
#define SECONDOFFSET 514932 //319863

Ein Hoch auf Open Source :-)

DVB-T in der Schweiz

Sonntag, 5. April 2009

DVB-T funktioniert auch in der Schweiz hervorragend. Wenn auch nur mit Außenantenne und 3 Sender (SF1, SF2 und SF-Info). Dafür habe ich festgestellt, dass auf SF2 regelmäßig coole Filme und Konzerte kommen. Da werde ich wohl auch zuhause öfters mal vorbei zappen.

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