Zurück in die Vergangenheit?

Nur mal so …

  • 14 Wochen Lieferzeit für ein neues Auto wegen Kurzarbeit
  • Keine neuen Reifen fürs Rennrad, da der Hersteller nicht genügend Mitarbeiter hat um den Mangel mit den Reifen rechtzeitig zu beheben
  • Neues Rennrad hat 8 Wochen Lieferzeit wegen “Engpässen” beim Lieferanten
  • Keine Conti-Winterreifen wegen Kurzarbeit und Lagerschließungen
  • Keine Winter-Alufelgen, da der Hersteller Kurzarbeit hat
  • Kein Termin in der Autowerkstatt da gefühlte tausend Leute vor mir warten und es zu wenig Mitarbeiter gibt

Kein Wunder, dass die Gewinne und Umsätze zurück gehen, wenn kein Schwein mehr etwas verkaufen will.

o2 Surfstick

Bis zum 20.10 gab es den o2 Surfstick zu einem sensationellen Preis von 29,00 Euro inklusive 5 Tage Internetnutzung.

Da ich so etwas schon länger haben wollte, mir aber die bisherigen 59 oder 79 Euro etwas zu teuer waren, habe ich nun zugeschlagen.

Die Nutzung unter Linux gestaltet sich beinahe simpel. Da sich der Stick beim einstecken aber als CD-ROM meldet und so ins System eingebunden wird, muss noch etwas getrickst werden.
Es gibt ein Paket mit dem sich solche regelwidrigen USB-Geräte doch noch auf die richtige Bahn bringen lassen:

sudo apt-get install usb-modeswitch

Danach muss noch udev durchgestartet werden:

sudo restart udev

Wird jetzt der Stick eingesteckt, so wird er korrekt als GSM-Modem erkannt.

Oct 23 16:01:20 laptop kernel: [233738.864069] usb 2-3: new high speed USB device using ehci_hcd and address 18
Oct 23 16:01:20 laptop kernel: [233739.002703] usb 2-3: configuration #1 chosen from 1 choice
Oct 23 16:01:20 laptop kernel: [233739.006749] scsi19 : SCSI emulation for USB Mass Storage devices
Oct 23 16:01:20 laptop kernel: [233739.007115] usb-storage: device found at 18
Oct 23 16:01:20 laptop kernel: [233739.007120] usb-storage: waiting for device to settle before scanning
Oct 23 16:01:20 laptop kernel: [233739.279878] usb 2-3: USB disconnect, address 18
Oct 23 16:01:21 laptop kernel: [233739.651221] usb 2-3: new high speed USB device using ehci_hcd and address 19
Oct 23 16:01:21 laptop kernel: [233739.794015] usb 2-3: configuration #1 chosen from 1 choice
Oct 23 16:01:21 laptop kernel: [233739.799485] option 2-3:1.0: GSM modem (1-port) converter detected
Oct 23 16:01:21 laptop kernel: [233739.799642] usb 2-3: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB0
Oct 23 16:01:21 laptop kernel: [233739.799810] option 2-3:1.1: GSM modem (1-port) converter detected
Oct 23 16:01:21 laptop kernel: [233739.799932] usb 2-3: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB1
Oct 23 16:01:21 laptop kernel: [233739.800125] option 2-3:1.2: GSM modem (1-port) converter detected
Oct 23 16:01:21 jens-laptop kernel: [233739.800294] usb 2-3: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB3
Oct 23 16:01:21 laptop modem-manager: (ttyUSB1) opening serial device...
Oct 23 16:01:31 laptop modem-manager: (ttyUSB1): probe requested by plugin 'Generic'

Damit das mit dem surfen nun klappt, muss im Network-Manager ein neues Konto mit dem APN pinternet.interkom.de eingerichtet werden.

Existenzminimum aus unerschiedlichen Blickwinkeln …

Gerade ist ja mal wieder ein Klage wegen zu geringer Sätze bei Hartz IV bei einem deutschen Gericht, in diesem Falle dem Bundesverfassungsgericht, am Start.
Über die Höhe der Regelsätze und das ganze drumherum lässt sich mit Sicherheit streiten.

Nachdenklich stimmt es aber, wenn keine Minute später in der Tagesschau der Streik der Gebäudereiniger Thema ist. Diese wollen gigantische 8,7 % mehr Lohn für ihre “Drecksarbeit” haben.
Was sich im ersten Zug nach ziemlich viel anhört, relativiert sich mit Blick auf die tatsächlich gezahlten Löhne von 6,50 Euro wieder. 8,7 % von 6,50 Euro sind ungefähr 56 Cent mehr pro Stunde.
Wer jetzt die Rechnung ein Stück weiter spinnt und diese 6,50 Euro auf 20 Tage mit 8 Stunden hochrechnet, erhält ein unglaubliches Monatsgehalt von ungefähr 1040 Euro.

Von den 1040 Euro bleiben nach Abzügen 829,66 Euro übrig. Wohlgemerkt für 160 Stunden Arbeit.

Arbeitnehmer

Bruttolohn: 1.040,00 €
Lohnsteuer: 0,00 €
Solidaritätszuschlag: 0,00 €
Kirchensteuer: 0,00 €
Kammerbeitrag: 0,00 €
Krankenversicherung: 82,16 €
Rentenversicherung: 103,48 €
Arbeitslosenversicherung: 14,56 €
Pflegeversicherung: 10,14 €

Abzüge gesamt: 210,34 €

Nettobetrag: 829,66 €

Selbst als Single ist es in der heutigen Zeit ziemlich schwierig, mit knapp 830 Euro seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Erweitert man die Rechnung um 2 Kinder erhält man noch zusätzlich 2x 164 Euro Kindergeld. Hat am Ende also 1158 Euro für Miete, Strom, Lebensmittel und Sonstiges zur Verfügung.

Würde diese Person jetzt nicht arbeiten gehen, würde sie über HartzIV folgende Leistungen vom Staat erhalten:

Regelbedarf für Volljährige/ allein erziehende             359,00
RL für Kinder von 6 bis 13 Jahren                                    251,00
RL für Kinder von 6 bis 13 Jahren                                    251,00

= 861 Euro

Miete, Strom und Sonstiges übernimmt in diesem Fall der Staat. Die 861 Euro stehen also beinahe komplett zur Verfügung.

Über die Relationen mag sich jeder selbst Gedanken machen. Fakt ist jedenfalls, dass oftmals selbst Arbeit nicht mehr reicht um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren.

GDM-Hintergrundbild unter Ubuntu anpassen

Da ich notgedrungenermaßen eifriger Alpha- und Beta-Tester von Karmic Koala war/bin, durfte ich die letzten 8 Wochen ungefähr 758 Änderungen am GDM erfahren.

Ab sofort wird das Hintergrundbild so eingestellt wie ich es will:

sudo -u gdm dbus-launch gnome-appearance-properties