Gut gedacht …

Montag, 3. August 2009

… und doch verbockt.
Raidsonics Icybox 4220 ist eine kleine, feine Kiste. Stromsparend aufgrund der ARM-Architektur und komfortabel durch das mitgelieferte Linux-Betriebssystem, welches sich hervorragend mit einer Debian Chroot-Umgebung aufmotzen lässt. Von Haus aus bietet die Kiste alles was man von einer NAS im Heimnetz erwarten kann.

Was allerdings ein bisschen ätzend ist, sind die vielen kleinen Bugs und Fehler die eingebaut sind. Nicht wirklich tragisch aber trotzdem mehr als ärgerlich, zumal es immer aussieht als wäre angefangen, aber nicht zu Ende gemacht worden.

Eines dieser Features betrifft die Netzwerkkonfiguration. Was vielleicht im Alltagsbetrieb nicht wirklich auffält ist die etwas krumme MTU-Size von 1480, welche nach dem booten gesetzt wird. Diese mag zwar funktionell sein, wenn das Gerät an einer PPPoE-Schnittstelle betrieben wird, nicht jedoch im LAN. Zumal hier alle meine Geräte mit einer MTU-Size von 1500 kommunizieren.

Ich mach dieses “Feature” jetzt einfach mal verantwortlich für einige der verlorenen UDP-Pakete zwischen NAS und dbox, da nach einer Änderung auf 1500 deutlicher weniger verloren ging.

Manuell kann die MTU-Size über den Befehl

ifconfig eth0 mtu 1500

gesetzt werden. Wer es komfortabler will, packt die ganze Geschichte in ein Init-Skript welches beim booten der Box ausgeführt wird.

mkdir -p /mnt/ide1/public/applications/custom-boot
cd /mnt/ide1/public/applications/custom-boot
echo "ifconfig eth0 mtu 1500" >> init
echo "ifconfig eth0 txqueuelen 1000" >> init

… und wenn wir schon dabei sind, setzen wir auf gleich die txqueuelen von 100 auf 1000.

Interessanter Fehler

Mittwoch, 8. Juli 2009

Seit einigen Tagen, genauer gesagt, seit dem Zeitpunkt, seit dem ich vom Alpencross wieder da bin, nimmt meine d-box keine Filme mehr aufs NAS auf. Das was gespeichert wurde, waren ca. 3-5 MB Große Schnipsel.
Gestern war dann großer Diagnose-Abend angesagt. Ein Blick auf dem Switch hat zumindest schon mal verraten, dass der Link nur mit 10-MBit und Half-Duplex läuft. Also SSH_Konsole angeschmissen und mit mii-tool geprüft, auf was die Karte läuft. Das selbe Ergebnis wie am Switch bestätigt zumindest mal das Problem.
Normalerweise ist das jetzt ein klarer Fall für ein einfaches

mii-tool –force=100baseTx-FD

leider nicht in diesem Fall. Die Karte hat sich einfach geweigert, 100-MBit und Full-Duplex zu machen. Nach zig Software-Reboots und mii-tools wollte ich dann die Kiste ausstecken und einmal komplett stromlos machen. Als ich dann das Teil aus dem Schrank gezogen hatte, war mir schnell klar, warum nur 10-MBit, und die überhaupt, möglich waren.
Das Netzwerkkabel war um 90 Grad abgenickt und die Schirmung hing in feinen Einzeldrähten aus dem Stecker raus.
Damit war der Fall klar. Kabel gewechselt und seitdem steht wieder voller Speed auf dem Programm.

Und die Moral von der Geschicht,
kaputte Kabel repariert auch mii-tool nicht.