UMTS mit Lubuntu

Lubuntu ist toll. Lubuntu ist ein toller Ersatz für Ubuntu mit Unity … Vor allem für ältere Rechner. Schade nur, dass der Leistungsumfang von Ubuntu selbst “Out-Of-The-Box” nicht erreicht wird.

Wer ein UMTS-Modem mit Lubuntu nutzen möchte, muss zuerst mal folgende Pakete nachinstallieren. Ansonsten wird weder der UMTS-Stick, noch die möglichen Provider erkannt.

apt-get install modemmanager mobile-broadband-provider-info

modemmanager bringt die UMTS-Stick Unterstützung mit, mobile-broadband-provider-info die XML-Datenbank mit den möglichen Provider APN Einstellungen.

CAcert-Root-Zertifikat + Chromium

Das CAcert-Root-Zertifikat kann unter Linux (Ubuntu/Lubuntu) mit folgenden Statements importiert werden:

sudo apt-get install libnss3-tools
wget http://www.cacert.org/certs/root.crt
wget http://www.cacert.org/certs/class3.crt
certutil -d sql:$HOME/.pki/nssdb -A -t "TCu,Cu,Tuw" -n "CACert Class 1 Root Certificate" -i root.crt
certutil -d sql:$HOME/.pki/nssdb -A -t "TCu,Cu,Tuw" -n "CACert Class 3 Root Certificate" -i class3.crt
rm root.crt class3.crt

Alle anderen Browser sollten mit dem hier beschriebenen glücklich werden:

https://www.cacert.org/index.php?id=3

Wir bauen uns ein /dev/raw1394 unter Ubuntu Natty

Mit dem Wechsel von Ubuntu 10.10 auf 11.04 hat sich nicht nur die Oberfläche geändert, sondern auch ein bisschen was im Unterbau. So wurde z.B. der alte Firewire-Stack ieee1394 durch den neuen Juju-Stack ersetzt.

https://ieee1394.wiki.kernel.org/index.php/Juju_Migration

Alles neu, toll, wenig bunt … und nicht abwärtskompatibel.

Die Probleme fangen dann an, wenn man nun über “alte” Programme (z.B. Kino) versucht etwas von der DV-Cam aufzunehmen. All diese Programme sind nämlich noch auf den alten Stack und damit auf das Device /dev/raw1394 angewiesen.
Da sich bei den wenigsten das Aufnahmedevice einstellen lässt, ist eine Verlinkung unter /dev die wohl einfachste Lösung:

sudo ln -s /dev/fw0 /dev/raw1394
sudo chmod 777 /dev/raw1394

Atheros Communications Inc. AR9287 unter Ubuntu / Linux Mint

Es gibt mal wieder einen ziemlich ätzenden Bug im aktuellen in Ubuntu 11.04 und Linux Mint 11 verwendetem Kernel. Dieser äussert sich so, dass zwar eine Netzwerkverbindung mit einer AR9287 hergestellt werden kann, die Verbindung aber nicht von Dauer ist.

Folgend verschafft zumidnest temporär Abhilfe:

/etc/modprobe.d/ath9k.conf

options ath9k nohwcrypt=1

Resizing Konsole crashes the whole system

Nachdem mich Unity mittlerweile nicht so ganz überzeugen konnte und Gnome2 vermutlich vom aussterben bedroht ist (Gnome3 steht ja mittlerweile auch zur Verfügung), habe ich mich entschlossen wieder zurück zu KDE zu wechseln.
Bei der Neuinstallation von Kubuntu 11.04 bin ich dann auf einen sehr ärgerlichen Fehler gestoßen:

Nachdem der originale NVIDIA-Treiber installiert wird, hängt sich KDE bei einem Doppelklick auf die Titelleiste oder beim ändern der Fenstergröße einfach auf.
Der SSH-Zugriff funktioniert zwar noch, X ist aber definitiv tot und lässt sich durch nichts mehr zum Leben erwecken.

Im Syslog und mit Dmesg ist noch etwas in der Art

...
[ 1623.494466] NVRM: Xid (0000:01:00): 13, 0001 00000000 00005097 000015e0 00000000 00000100
[ 1637.600063] NVRM: Xid (0000:01:00): 8, Channel 00000001
[ 1639.600033] NVRM: os_schedule: Attempted to yield the CPU while in atomic or interrupt context
...

zu sehen …

Soweit ich feststellen konnte, tritt das Verhalten mit dem Nouveau-Treiber nur sehr selten auf.

Abhilfe schafft in diesem Fall die Installation eines neuen, “inoffiziellen” NVidia-Treibers von https://launchpad.net/~philip5/+archive/extra

Für Natty sind die Paketquellen hier verfügbar:

deb http://ppa.launchpad.net/philip5/extra/ubuntu natty main 
deb-src http://ppa.launchpad.net/philip5/extra/ubuntu natty main

Durch ein

sudo apt-get install -u nvidia-current

wird der Treiber installiert.

Amarok kommt mit DAAP nicht so ganz klar …

… zumindest, wenn das aeMK-field des Mediaservers 32-bit anstelle 8-bit hat.

Die Fehlermeldung sieht ungefähr so aus

amarok:   [WARNING] [DaapReader]   does not work 
amarok:   [WARNING] [DaapReader] m  does not work 
amarok:   [WARNING] [DaapReader]  Hoc  does not work 
amarok:   [WARNING] [DaapReader] t 4a  does not work 
amarok:   [WARNING] [DaapReader]   does not work

Behoben ist das Problem seit dem 14.05.2011. Von diesem Datum stammt zumindest der GIT-Commit im Repository. Die Version 2.4.2 die ich mir gerade geholt habe, scheint das Problem nicht mehr zu haben.

Die Version 2.4.2 kann unter Ubuntu ziemlich einfach nachinstalliert werden

sudo add-apt-repository ppa:kubuntu-ppa/backports
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Installationsanleitungen für alle anderen Distributionen gibt es auf der Amarok-Homepage.

Why Unity sucks …

So, jetzt ist es vorbei … Nachdem ich jetzt 2 Wochen versucht habe, die Vorteile von Unity unter 11.04 zu erkennen, habe ich es jetzt zum Teufel gejagt.
Der Desktop mag auf einem Netbook noch Sinn machen, auf einem System jedoch mit welchem exessiv gearbeitet wird, hat das Teil nichts verloren – Einfach zu Umständlich.

Aber alles mal der Reihe nach.

Die Menüleiste an der Seite

An dieser werden neben dem Versuch, eine neue Menüstruktur zu implementieren, die größten Veränderungen sichtbar.
Was mich persönlich daran, und auch an allen anderen Docks (Docky, etc.), extrem stört, ist der Versuch, alle offenen Programme auf einem Button/Icon zu gruppieren. Der Sinn dieses Unternehmens, hat sich mir nie wirklich erschlossen. Der Versuch das zu tun, hat mich unter Windows XP schon dermaßen gestört. Man kann ja über Microsoft sagen was man will, aber dort konnte man diese bekloppte Funktion wenigstens abschalten (btw .. KDE handelt genauso). Die Funktion würde mir ja noch einleuchten, wenn sie sich nur auf die auf dem aktuellen geöffneten Desktop befindlichen Programme stürzen würde. Bei 6 oder 8 offenen Terminals verstreut über bis zu 6 virtuelle Desktops macht dies ja überhaupt keinen Sinn. Zusätzlich tummeln sich in der Leiste auch ALLE offenen Programme. Wurstegal, auf welchem Desktop sie laufen. Wenn ich jetzt mehre Terminals, eine IDE, Browser, etc. offen hab, leidet die Übersicht doch sehr stark. Zumal ich auch zu den Leuten gehöre, die ihre Arbeit auf den virtuellen Desktops gruppieren (z.B. Desktop1 = Projekt 1, Deskop2 = Projekt2, …).
Genauso wenig intelligent finde ich die Art und Weise, wie z.B. ein 2. Programm über den Launcher gestartet werden kann – Dies passiert über die mittlere Maustaste. Wer somit behauptet, er möchte den Desktop einfacher machen, hat irgendwas nicht so recht verstanden.

Irgendwie wenig intelligent, oder? Es werden 3 weiße Marker angezeigt, obwohl 5 Terminals über 4 virtuelle Desktops/Unity-Workspaces/whatever offen sind.

Interessant auch das Feature, wenn ich dann wieder auf das Terminal-Icon klicke. Die Terminals werden komplett aus dem Kontext gerissen, in den ich sie mit Hilfe der virtuellen Desktops gebracht habe. Der Sinn diesers Aktion hat sich mir nicht ganz erschlossen.

Die globales Menü in der Taskbar

Der Versuch, das globale Menü eines jeden Programmes in die Taskbar oben zu integrieren, kann man nur als gescheiterten Kopierversuch von OSX bezeichnen. Was auf einem Netbook evtl. noch Sinn macht, nervt auf einem Desktop-Rechner nur. Mal abgesehen davon, das Programme wie z.B. GIMP darüber nur sehr schwer zu bedienen sind, finde ich es einfach eine Zumutung, davon auszugehen, dass jeder Nutzer, jedes Fenster nur im maximierten Modus benutzt. Wer mal Empathy oder Pidgin am rechten Rand benutzt hat, sucht natürlich nicht unbedingt das Menü links oben.

Logisch … Oder?

Der Energieverbrauch

Was um alles in der Welt hat die Entwickler geritten, damit sie für Mobil-Geräte einen 3D-beschleunigten Desktop bauen?

Mit Unity benötigt mein Laptop (IntelCore2 Duo CPU T5800 / GeForce 9300M)

Stromverbrauch (ACPI-Schätzung): 21,8W (2,1 Std.)

Ohne Unity

Stromverbrauch (ACPI-Schätzung): 17,4W (2,45 Std.)

Das “neue” Menü

Halb fertig und nicht wirklich benutzbar …

Wer suchet der findet … Wer nicht weiß, was er genau sucht ist ziemlich verloren. Alle anderen versuchen oben in die Leiste was einzutippen.

Taskleiste

Bei Unity gibt es jetzt eine Funktion, welche es nur noch “richtig” programmierten Apps erlaubt, sich in der Taskleiste oben rechts einzunisten. Schöner Gedanke … Was bringts, wenn es kein genereller Standard ist? So funktionieren weder Cryptkeeper noch das Hamster-Applet. Nicht jeder möchte seinen für Gnome2/3 geschriebenen Code auch noch für Unity anpassen.

Close-, Minimize-, Maximize-Buttons

Nochmal der Versuch irgendwie OSX zu klonen. Wie will ich damit Ein-/Umsteiger überzeugen? Den ganzen Tag arbeitet der normale Nutzer vermutlich im Büro mit Windows. Wozu sollte er sich dann nach Feierabend umgewöhnen und die Buttons oben links anstatt rechts suchen?

Und sonst?

Alles in allem überzeugt mich Unity nur auf meinem Netbook in dem ich maximal ein Terminal und einen Browser offen hab, da ansonsten der integrierte Atom Prozessor schwächelt. Für Desktops auf denen “gearbeitet” wird oder auch für User, welche sich mit dem PC nicht auskennen, ist Unity meiner Meinung nach nicht geeignet.
Für mich sieht es momentan danach aus, dass (auch bei Gnome3) versucht wird, mit aller Gewalt etwas neues, schickes, Apple-mäßiges zu bauen. Der Usability bleibt aber bei beiden Projekten (Unity und Gnome3) komplett auf der Strecke. Das fängt schon damit an, dass beide unbedingt 3D-Beschleunigung benötigen …

Es wird Zeit, sich nach Alternativen umzuschauen :-)

udev-notify

Anstatt Unity hätte Canonical auch mal was vernüftiges in Ubuntu 11.04 integrieren können.
Das Paket udev-notify ist so ein Kandidat. Nicht schlimm, wenn nicht installiert. Dafür umso schicker, falls installiert :-)

udev-notify sorgt dafür, dass in der Notification Area passend zum ein- oder ausgesteckten Gerät ein Hinweis erscheint:

Zur Installation unter Ubuntu einfach folgendes ausführen:

 

echo "deb http://download.learnfree.eu/repository/skss / #SKSS" | sudo tee -a /etc/apt/sources.list
wget http://download.learnfree.eu/repository/skss/repo.pub.asc -q -O- | sudo apt-key add -
sudo apt-get update
sudo apt-get install udev-notify

Unity aufräumen

Unity ist in meinen Augen sehr gewöhnungsbedürftig, was die Bedienung angeht.
Die Sidebar selbst, die Launcher und auch die Menüleiste selbst sind ja auch aus anderen Projekten bekannt. Was aber in meinen Augen absoluter Mist ist, ist die Idee, alle Fenster im Vollbildmodus auszuführen und das Menü in die Titelleiste zu packen.
Glücklicherweise lässt sich das aber einfach wieder rückgängig machen:

sudo apt-get purge indicator-appmenu

Wer die Buttons wieder auf der “richtigen” Seite haben will, führt einfach folgendes aus:

gconftool-2 --set /apps/metacity/general/button_layout --type string "menu:minimize,maximize,close"

Unity funktioniert nicht

Wenn Unity nach dem Update nicht funktioniert, kann es sein, dass im Compiz Configuration Manager das Unity-Plugin ausgeschaltet ist.

Einfach

ccsm

in der Konsole eingeben und das Unity-Plugin aktivieren.