Garmin und Software …

Montag, 8. Juni 2009

… oder warum nicht alles gut ist, was teuer ist.

Seit Anfang letzter Woche ist mein Edge 605 nun endlich da. Nach anfänglicher Freunde ist diese nun so langsam dem Frust gewichen.
Meine Vorbehalte bezüglich GPS-Naviagtion auf dem Fahhrad haben sich irgendwie doch bestätigt. Wobei ich nicht sagen möchte, dass diese sich mit dem “richtigen” Gerät nicht doch noch beseitigen lassen.

Ursprünglich war der Edge als Ersatz für die Tachos an den unterschiedlichen Rädern und für die Navigation gedacht. Punkt 2 wird bestens erfüllt. Das Gerät ist zwar sehr langsam, dafür scheint der Akku auch ewig zu heben. Punkt 1 wird leider nicht wirklich zu 100% erfüllt. Die Fahrradcomputerfunktion sieht einfach etwas zusammen gefrickelt aus.

Folgende Dinge könnten in Zukunft noch gefixt oder verbessert werden:

- Die ganzen Anzeigen sind von einem “riesigen weißen Kasten” umgeben. Transparente oder in die Map integrierte Anzeigen würden das ganze Dinges übersichtlicher machen.
- Die aktuelle Höhe wird zwar angezeigt, nicht aber in der Summe der zurückgelegten Höhenmeter
- Laut Kalorienanzeige hätte ich bei der letzten Tour fast ein Kilo Fett verbrannt (7000 Kalorien). Das scheint sehr optimistisch zu sein.
- Mit den gewonnen Daten könnte man auch die aktuelle Leistung in Watt annähernd ausrechnen. Dann bräuchte man nicht in allen Fällen ein SRM-System
- GPX-Dateien im Navigationsmodus zu folgen ist absoluter Schrott. Woher soll ich wissen, in welche Richtung z.B. Südost liegt. Ein Pfeil wäre sicherlich sinnvoller.
- Das betanken des Geräts als USB-Device gestaltet sich zwar einfach, nicht jedoch das wiederfinden der Tracks auf dem Gerät. Mal sind sie da, mal nicht.

Nachdem ich jetzt die letzten Tage die Macken des Gerätes kennenlernen durfte, war heute die Software dran.
Wer diese Scheiße programmiert hat, geht auch bei Rot über die Straße.

Mapsource

Mapsource 6.13.x war toll. Alles hat funktioniert. Karten die ich entweder über Maps ‘n Trails oder OpenStreetmap geholt hatte, haben einwandfrei funktioniert. Heute habe ich lustigerweise mal ein Update auf 6.15.x durchgeführt. Mit dem durchschlagenden Erfolg, dass gar nichts mehr ging. Als Fehlermeldung wurde nur ein lapidarer Runtime Fehler geschmissen. Danach hat sich das Programm sofort wieder geschlossen.
Was lag näher als zu googeln und zu bingen. Nun ja, irgendjemand war bei Garmin wohl der Meinung, man könnte zwischen den zwei Minor-Releases doch einfach mal die Karten ändern. So wie es aussieht, gibt es wohl Opensource-Karten, die falsche Registry-Einträge setzen. Nachdem ich alle Karten von dort entfernt habe, startete Mapsource auch wieder. Die Idee, Karten über Registry-Einträge hinzuzufügen glänzt jetzt nicht unbedingt von großer Weisheit. Warum aber auch nicht. Schließlich möchte Garmin ja auch seine Karten verkaufen und nicht, dass der geneigte User irgendwelchen freien Mist verwendet.

Garmin Training Center

Dieses tolle Programm startet nicht mal. Warum nicht? Weil ich es wage, einen Laptop mit 4 GB RAM zu besitzen. Die Fehlermeldung “Out Of Memory” ist dann natürlich die logische Schlußfolgerung.
In den tiefen des Internets gab es auch diesmal schnell eine Lösung dafür. Die Setup-Datei muss im “Windows XP” Kompatibilitätsmodus ausgeführt werden.

Vielen Dank, dass ich heute Abend fast 4 Stunden opfern musste um die Software für ein 350 Euro teueres Gerät zum laufen zu bringen.

Windows und iTunes

Mittwoch, 29. April 2009

Liebe Firma Micrsoft, liebe Firma Apple,

nachdem ich den vollkommen Umstieg auf Linux zu 99,9999% geschafft habe, hält mich nur noch zu einem klitzekleinen Teil die Software iTunes von einem 100% Wechsel ab. Nachdem es ihr bei Apple ja geschafft habt, im iPod Touch mal wieder die Hash-Verschlüsselung der internen Datenbank so gut zu verpacken und zu verändern, ist iTunes momentan das einzige Programm mit dem man an den Inhalt des Touch kommt. Leider habe ich dieses tolle Stück gewonnen, ansonsten hätte ich mir genau aus diesem Grund einen anderen Player gekauft.

Die Kombination Vista und iTunes funktioniert, wenn auch sehr langsam und träge, einigermaßen toll. Ich wundere mich zwar regelmäßig, wozu ich für ein paar Lieder (10GB)  200% CPU-Leistung und 2 GB RAM benötige, aber gut,  so lange es funktioniert.

Was ich aber gar nicht brauchen kann ist folgendes:

@ Microsoft: Ich bestimme, wann der PC gebootet wird. Nicht ihr Penner, die ihr annehmt, dass einer euerer regelmäßigen Hotfixes mal wieder einen Reboot benötigt. Nichts ist ätzender als wenn ein riesen Download läuft und in einem unbeaufsichtigten Moment euer Updater einen Reboot einleitet.

@ Apple: Ich begrüße es wirklich, dass ihr wieder versucht iTunes zu verbessern. Das ihr mir aber bei jedem Update versucht diese Mobile-Me Kacke und eueren veranzten Browser unterzuschieben, ist zuviel. Ihr seit nicht wirklich viel besser als diese ganzen Spyware-Fuzzies. Ich bestimme, was auf den PC kommt und nicht so ein dahergelaufenes Update-Programm.

So, dann werde ich mal vollends den Koffer packen und mich die nächsten Tage, beim ersten Mountainbike-Rennen in dieser Saison, am Gardasee entspannen.

Windows du schaffst mich …

Donnerstag, 15. Januar 2009

Gestern habe ich seit langer Zeit mal wieder einen PC mit Windows zum reparieren bekommen.
Der Besitzer des Rechners betreibt, so vermute ich mal, sein Windows XP mit einer PS/2 Maus und Tastatur. Da ich selbst nur USB-Zubehör habe, war ich der guten Hoffnung, dass ich einfach das Zeugs anstecken kann und es funktioniert alles.

Weit gefehlt … Nach dem einstecken der Tastatur wurde ich erstmal freundlich von Windows Hardwareerkennung begrüßt und zur Auswahl einer Installationsvariante aufgefordert:

hardwarewizard

Wie kaputt ist so eine Abfrage überhaupt? Zumal die selbe Abfrage beim einstecken der Maus erscheint und dort ebenfalls nicht bearbeitet werden kann.

Zum Glück gabs irgendwann mal im letzten Jahtausend so einen kleinen, grünen USB nach PS/2 Konverter. Mit diesem konnte ich zunmindest die Maus so zum Leben erwecken, dass ich die Dialoge durchklicken kann.